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" Abonnieren Sie sich doch selbst eine, wenn Sie eine haben möchten",
brüllte er mich dann noch an.
Ich, als Ertappter, entschuldigte mich total verwirrt und erwiderte, " es würde
nie wieder vorkommen". Danach verschloss ich nachdenklich die Tür. "
Ich selbst habe mir die Zeitung jedes Mal in meinen eigenen Kasten gesteckt,
dachte ich laut vor mich hin, warum? Ich kann mich an nichts erinnern. Wann und
wie kann ich dies denn getan haben? Konnte sich mein Nachbar nicht vielleicht
geirrt haben? Sollte womöglich ich derjenige sein, der des Nachts durch die
Gegend schlafwandelte und nicht der Zeitungsjunge?"
All diese Fragen gingen mir durch den Kopf und ließen mich zu dem Entschluss
kommen, dass ich wohl an Somnambulismus leiden müsste.. " Na gut, solange
ich nur die Zeitung des Nachbars in diesem Zustand stehle und nichts Schlimmeres
unternehme, ist dieser Zustand ja noch auszuhalten. Vielleicht gehe ich ja mal
zum Arzt und lasse mich untersuchen", redete ich halblaut vor mich hin.
" Aber wenn ich nachts nackt auf der Straße tanze oder schreiend durch das
Haus renne, dann aber flink in die Klapse", fügte ich noch belustigt
meinen Gedanken hinzu. Doch auf einmal verging mir das Lachen und mein Blick
wurde leicht zweifelnd, ja fast sogar ängstlich. " Und wenn ich nun
alleinstehende Menschen nachts bei Vollmond in ihren Häusern die Hände und Köpfe
abtrenne? Und danach noch grinsende Mondgesichter auf die Nachttische schnitzte?
Ja, wenn ich dieser Mörder bin, nachts umherwandle und morde", überlegte
ich mit einem leichten Schaudern. Während ich darüber nachdachte, liefen wie
im Traum die passenden Bilder zu meinen Gedanken im Kopf ab. Doch ich konnte
mich nicht erinnern, woher ich diese Gedanken hatte, diese schrecklichen Bilder
von Blut, Messern und abgetrennten Körperteilen, in den Zeitungen wurden die
grauenvollen Einzelheiten wegen der Gefahr auf Nachahmungstäter nicht Publik
gemacht. Woher also sollte ich sonst solche kranken Gedanken bekommen? " Außer
ich war dabei, wie die Morde geschehen sind oder ich bin selbst der Mörder",
gab ich mir selbst die Antwort. "Logisch..... ach Blödsinn, werde mal
wieder klar im Kopf, ich bin doch kein irrer Psychopath. Ich leide einfach nur
ein wenig an schlechten Schlaf und schlafwandle manchmal bei Vollmond und klaue
dann die Zeitung meines Nachbars, sonst weiter nichts", versuchte ich mich
selbst zu beruhigen. " Aber wenn ich nun doch nicht nur die Zeitung stehle,
sondern vielleicht doch.... " ? Ich wollte darüber nicht weiter
nachdenken. " Aber wenn wir beim Schlafwandeln nicht wissen, was wir tuen
und wohin wir gehen, möglich wäre es ja dann theoretisch doch,
oder..."?
Langsam wurde mir etwas mulmig und leichte Sorgenfalten taten sich auf meiner
Stirn auf. Da fiel mein Blick wieder auf die Schnittwunde an meinem linken
Unterarm. Plötzlich, wie an einer Schnur gezogen und ein Bild vor Augen, begann
ich durch die Wohnung zu schnellen. Erste Station Küche. Hastig öffnete ich
die Schublade mit dem Besteck und sonstigen Gebrauchsgegenständen, wühlt sie
erregt durch. Panik und Schrecken machte sich in meinem Gesicht breit, sämtliche
Farbe wich mir aus dem Gesicht. Ich vermisste das große Schlachtermesser meiner
Ex-Freundin. "Scheiße, dachte ich, Scheiße, Scheiße und nochmals Scheiße,
dass konnte, nein, dass durfte nicht wahr sein". Schublade zu und erst mal
tief Luft holen. Verdammt, es schien sich einiges zu bewahrheiten. Doch noch war
nichts bewiesen. Ab zum Schuhschrank. Nach weinigen Sekunden fand ich meine
schwarzen Turnschuhe, die, die ich seit einigen Monaten nicht mehr getragen
hatte, mit frischer Erde an den Sohlen und für neue, lang nicht mehr getragene
Schuhe recht abgenutzt. " Mein Gott, die habe ich doch nur ein bis zweimal
getragen", sprach ich erschrocken leise vor mich hin. Langsam machte sich
das Grauen in mir breit. Nächster Gang ins Schlafzimmer, Kleiderschrank auf und
durchgewühlt. Auf meiner dunkelblauen Jogginghose fand ich einen ziemlich großen
und frischen Blutfleck am rechten Bein, ich wusste nicht woher. " Ich habe
mich doch beim Joggen nicht verletzt"?

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